Gesunde Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung – über Kommunikation Interaktion schaffen

Die DAK-Gesundheit und die Kommunikationsberatung MCC schreiben den DEUTSCHEN BGM-FÖRDERPREIS 2021 bereits im sechsten Jahr in Folge aus. Der Preis würdigt Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen, die sich kreativ und nachhaltig für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) einsetzen. Zudem unterstützt der Förderpreis die Gewinner dabei, ihre innovativen Ideen umzusetzen. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 60.000 Euro in Form von Sachleistungen dotiert. Einsendeschluss ist der 10. Juli 2021.

Dieses Jahr liegt der Fokus auf dem Thema „Gesunde Kommunikation im Unternehmen“. Gesucht wird die beste Idee für das betriebliche Gesundheitsmanagement. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie können Dialog und wertschätzende Zusammenarbeit in der digitalen Arbeitswelt gelingen?

Damit verbunden sind nachfolgende weitergehende Fragestellungen:

  • Wie möchten wir in der digitalen Arbeitswelt miteinander in den Dialog treten?
  • Wie gelingt es Unternehmen eine Kultur der Zusammenarbeit bei stetiger Digitalisierung beizubehalten?

Folgende Ansätze können beispielhaft aufgegriffen werden:

Interaktions-/ Emotionsarbeit im Kontakt zu externen und internen Kunden

Viele Beschäftigte stehen die meiste Arbeitszeit im direkten Kontakt zum Kunden.  Dieses betrifft eine Vielzahl von Branchen u.a. Einzelhandel, öffentliche Verwaltung, Pflege, Call Center.

In diesen Beschäftigungsfeldern ist es unerlässlich, seine eigenen Emotionen und die Gefühle des Kunden aktiv zu steuern. Subjektiv wahrgenommene unangebrachte Beschwerden, Kommentierungen etc. führen im Kundenservice – getreu dem Motto „der Kunde ist König“ – oft zu unterdrückten Gefühlen der Mitarbeitenden.

In solchen Situationen ist es für die Beschäftigten eine Kunst, die Balance zwischen Freundlichkeit gegenüber dem Kunden, Vertretung der Unternehmensinteressen und der eigenen Authentizität zu halten.

Das führt zu den Fragen:

  • Wie können Tätigkeiten mit hohem Interaktivitätsanteil gesundheitsförderlicher gestaltet werden?
  • Welches Wissen und welche Kompetenzen sind bei der Belegschaft aufzubauen, um authentisch und zugleich situativ emotionsreguliert arbeiten zu können?

(Stichwort: Achtsamkeit und Resilienzförderung)

New Work: BGM-Konzepte zu den Themen “Home-Office, virtuelles Führen oder Work-Life-Balance“

Dialoge sind insbesondere dann wichtig, wenn die Digitalisierung dazu führt, dass Beschäftigte dezentral arbeiten.

Gefördert durch die Coronakrise kommt es regelgerecht zu einem Home-Office-Boom. In immer mehr Unternehmen finden flexible Arbeitsformen und eine Fragmentierung (z.B. am Nachmittag die Kinder aus der Krippe holen und am Abend am Projekt weiterarbeiten, welches am Tag nicht fertig geworden ist) der Arbeit statt. 

Tätigkeiten werden zunehmend in Projektstrukturen bearbeitet. Die originäre Führungskraft überträgt temporär die fachliche und zum Teil auch die disziplinarische Führung auf die Projektleitung.

Fragestellungen, welche sich aus diesem Bereich ergeben zum Beispiel:

Wie lassen sich New Work-Ansätze durch eine wertschätzende Kommunikation gesunderhaltend realisieren?

Digitales BGM: Sinnvolle Vernetzung von On- und Offlinemaßnahmen

Die Ziele des BGM haben sich durch den digitalen Wandel nicht verändert, wohl aber die betrieblichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig kommen im BGM zunehmend digitale Tools zum Einsatz, die neue Möglichkeiten eröffnen.

  • Wie lässt sich das Potenzial von digitalen Anwendungen sinnvoll nutzen, um für das Thema Kommunikation und wertschätzende Zusammenarbeit im Unternehmen zu sensibilisieren?
  • Wie muss ein digitales BGM gestaltet werden, um praxistaugliche und nachhaltige Lösungen für gute und gesunde Arbeitsbedingungen zu generieren?

Digitale Instrumente, die das BGM unterstützen können, sind etwa Gesundheits-Analysetools, Online-Coachings, Gesundheitsplattformen, BGM-Komplettsysteme und Gesundheits-Apps.

Mit dem diesjährigen Förderpreis möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Perspektive auf das Thema „Gesunde Kommunikation in der Digitalen Arbeitswelt “ richten, für die Wichtigkeit von Dialogen auf Augenhöhe sensibilisieren und diese mehr in den Fokus des Arbeitsalltags rücken.

Wer kann sich für den Deutschen BGM-Förderpreis bewerben?

Ob Unternehmen, lokales Netzwerk im BGM oder Dienstleister mit konkretem Praxisvorhaben in einem Betrieb – jeder, der eine neue Idee im Gesundheitsmanagement entwickelt hat und umsetzen will, kann sich bewerben.

Die Bewertungskriterien

Gute Chancen auf den Deutschen BGM-Förderpreis haben Sie, wenn Sie mit folgenden Inhalten aufwarten können:

Innovationsgrad

  • Was ist das Besondere an Ihrer Idee?
  • Wie wird das Schwerpunktthema „Gesunde Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung“ beleuchtet?

(maximal 50 Punkte)

Prozessorientierung

  • Wie sieht ihr Ablaufplan aus?

(inklusive der Beschreibung der Analysephase, einer Zielformulierung, Maßnahmenplanung und Erfolgsbewertung!)

  • Welche methodischen Ansätze werden verwendet?

(maximal 20 Punkte)

Verhaltens-/ Verhältnisprävention

  • Wird die Kombination mehrerer Maßnahmen, sowohl auf organisatorischer Ebene als auch im Bereich der individuellen Verhaltensänderung, berücksichtigt?

 (maximal 15 Punkte)

Zielgruppenorientierung

  • Sind zielgruppenspezifische Lösungen vorgesehen?
  • Wird die Zielgruppe in die Produktgestaltung und -entwicklung eingebunden?

(maximal 15 Punkte)

Hochkarätige Jury entscheidet über Gewinner

Eine unabhängige Experten-Jury wird die Sieger ermitteln. Den Gewinnern winken Sachleistungen im Wert von 30.000 Euro (1. Platz), 20.000 Euro (2. Platz) und 10.000 Euro (3. Platz). Die Preisverleihung findet im Rahmen des Kongresses „Betriebliches GesundheitsManagement“ am 26. Oktober 2021 in Köln statt.

Rahmenbedingungen

Die Basis für die Förderung der eingereichten Projekte stellt die Gesetzgebung §§ 20 a, b SGB V und der aktuelle Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes dar. Bitte beachten Sie hierzu insbesondere „Kapitel 6: Betriebliche Gesundheitsförderung“.

Die Initiatoren des Förderpreises

MCC steht seit über zweiundzwanzig Jahren für professionelles Veranstaltungsmanagement. MCC konzipiert, organisiert und führt Veranstaltungen in unternehmerischer Eigenregie wie auch für andere Unternehmen durch. MCC steht für langjährige Erfahrung, besondere Kreativität und ausgeprägte Leistungsbereitschaft.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,7 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Bundesweit unterstützt sie Unternehmen dabei, sich vorausschauend für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren.

Die DAK-Gesundheit unterstützt Unternehmen als starker Partner dabei, im digitalen Wandel gesund miteinander zu kommunizieren und in der Arbeitswelt einen aktiven und empathischen Dialog zu führen.