Hinsehen und Handeln – Genuss, Gewohnheit oder bereits Sucht?

Die Kommunikationsberatung MCC und die DAK-Gesundheit suchen die besten Ideen für
Betriebliches Gesundheitsmanagement

Deutscher BGM-Förderpreis für innovative und nachhaltige Projekte in Unternehmen

Die DAK-Gesundheit und die Kommunikationsberatung MCC schreiben den DEUTSCHEN BGM-FÖRDERPREIS 2019 bereits im fünften Jahr in Folge aus. Der Preis würdigt Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen, die sich kreativ und nachhaltig für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) einsetzen. Zudem unterstützt der Förderpreis die Gewinner dabei, ihre innovativen Ideen umzusetzen. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 60.000 Euro in Form von Sachleistungen dotiert. Einsendeschluss ist der 20. August 2019.

Moderne Suchtprävention
Sucht hat viele Ausprägungen. Sie beschränkt sich nicht alleine auf Stoffe wie Alkohol, Medikamente oder Zigaretten – auch wenn diese in der öffentlichen Wahrnehmung sicher am meisten präsent sind. Vielmehr sind es auch die nicht-stofflichen Süchte, die zunehmend problematisch für Arbeitgeber und -nehmer werden. Die Sucht nach Arbeit, Internet- und Medienabhängigkeit, Spiel- oder Kaufsucht, Sportsucht oder auch Suchtstörungen im Zusammenhang mit Ernährung spielen eine immer größere Rolle.

Mit dem diesjährigen Förderpreis möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Perspektive auf das Thema „Sucht am Arbeitsplatz“ richten, für Suchtprävention sensibilisieren und diese mehr in den Fokus des Arbeitsalltags rücken.

Wir fördern mit dem Preis Unternehmen, die aktiv innovative Lösungskonzepte zur Gestaltung der Suchtprävention in der Lebenswelt des Betriebs hervorbringen.

Betriebliche Gesundheitsförderung kann einen großen Teil dazu beitragen, Süchten am Arbeitsplatz entschieden entgegenzutreten, Betroffenen zu helfen und dadurch für ein besseres Betriebsklima zu sorgen, das auch außerhalb des Büros zu einem gesünderen Lebenswandel der Beschäftigen führt. Wir freuen uns auf Ihre kreativen Zusendungen.

Wie gehen Unternehmen mit diesen Süchten um? Wie können sie die gesundheitlichen Belastungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig abfedern? Und wie kann bereits im Vorfeld Suchtprävention betrieben werden? Beim BGM-Förderpreis 2019 sind bedarfsgerechte, zielgruppenspezifische Konzepte gefragt, die sich diesen Fragen stellen.

Folgende Ansätze können beispielsweise aufgegriffen werden:

Konzepte zum Aufbau von „Selbststärkungs- und Selbstmanagementkompetenzen“ der Beschäftigten

Nein sagen können– für die Beschäftigten ist es wichtig, ein Selbstbewusstsein und eine Selbstbehauptung gegenüber Suchtmitteln aufzubauen. Eine hohe Resilienz verhilft den Beschäftigten, in Ausnahmesituation bei sich zu bleiben. Durch das Aufzeichnen von Bewältigungsstrategien können Problemstellungen und Konflikte zielgerichteter angegangen werden.Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen, individuelle Ressourcen für ein verantwortungsvolles Selbstmanagement aufzubauen? Gefragt sind beispielsweise Schulungen und Seminare zu Stressbewältigung, Resilienz und Achtsamkeit, begleitet durch betrieblich-organisatorische Maßnahmen (verhältnispräventive Ansätze), die es der Belegschaft ermöglichen Tendenzen zu Süchten oder ein Suchtverhalten wahrzunehmen, sie anzunehmen und das eigne Verhalten zu reflektieren.

Digitales BGM: Sinnvolle Vernetzung von On- und Offlinemaßnahmen

Die Ziele des BGM haben sich durch den digitalen Wandel nicht verändert, wohl aber die betrieblichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig kommen im BGM zunehmend digitale Tools zum Einsatz, die neue Möglichkeiten eröffnen. Wie lässt sich das Potenzial von digitalen Anwendungen sinnvoll nutzen, um für das Thema Sucht und Abhängigkeit im Unternehmen zu sensibilisieren? Wie muss ein BGM gestaltet werden, um ein für ein sehr intimes und oft tabuisiertes Thema praxistaugliche und nachhaltige Lösungen für gute und gesunde Arbeitsbedingungen zu generieren? Digitale Instrumente, die das BGM unterstützen können, sind etwa Gesundheits-Analysetools, Online-Coachings, Gesundheitsplattformen, BGM-Komplettsysteme und Gesundheits-Apps.

Wer kann sich für den Deutschen BGM-Förderpreis bewerben?
Ob Unternehmen, lokales Netzwerk im BGM oder Dienstleister mit konkretem Praxisvorhaben in einem Betrieb – jeder, der eine neue Idee im Gesundheitsmanagement entwickelt hat und umsetzen will, kann sich bewerben.

Damit innovative Ideen nicht verloren gehen!

Die Bewertungskriterien
Gute Chancen auf den Deutschen BGM-Förderpreis haben Sie, wenn Sie mit folgenden Inhalten aufwarten können:

Innovationsgrad (Neuwert des Projektansatzes)

  • Worin liegt das Alleinstellungsmerkmal des Projektes? Was ist neu?
  • Werden in der Betrachtung andere Perspektiven auf das Thema Sucht eingenommen? Wird das Thema neuartig gedacht?
  • Liegt eine Weiterentwicklung eines bestehenden Produktes vor, z.B. durch die Einbindung einer Technologie? Wird die analoge mit der digitalen Welt verknüpft?
  • Wird die erarbeitete Lösung mit den Prozessabläufen aus Nutzersicht gestaltet? Werden die Kundenbedürfnisse berücksichtigt?

(maximal 50 Punkte)

Prozessorientierung

  • Ist die Lösung mit seinen Prozessen einfach handhabbar gestaltet?
  • Werden vielfältige, gestufte oder komplexe Maßnahmen durchgeführt?
  • Wird die Kombination mehrerer Maßnahmen, sowohl auf organisatorischer
  • Ebene als auch im Bereich der individuellen Verhaltensänderung, berücksichtigt?

(maximal 15 Punkte)

Methodisches Vorgehen und Ausgestaltung der Projektskizze

  • Wie stellen Sie mögliche Herausforderungen und Risiken in Ihrem Betrieb fest?
  • Welche Zielsetzung verfolgen Sie mit Ihrer Lösung? Wodurch versprechen Sie sich eine Nutzengenerierung?
  • Wie ist der Ablaufplan gestaltet?
  • Wie wird der Erfolg gemessen?
  • Welche Verfahren und Methoden nutzen Sie, um einen Überblick über den Gesundheits- und Krankenstand Ihrer Beschäftigten zu erhalten?

(maximal 20 Punkte)

Zielgruppenorientierung

  • Sind zielgruppenspezifische Lösungen vorgesehen?
  • Wird ein Ansatz gewählt, der die Diversität der Belegschaft berücksichtigt?
  • Wird die Zielgruppe in die Produktgestaltung und -entwicklung eingebunden?
  • Wie erfolgt eine branchenspezifische Übertragung auf das Thema „Sucht“?

(maximal 15 Punkte)

Hochkarätige Jury entscheidet über Gewinner
Eine unabhängige Experten-Jury unter Beteiligung von Herrn Prof. Dr. Jürgen Wasem wird die Sieger ermitteln. Den Gewinnern winken Sachleistungen im Wert von 30.000 Euro (1. Platz), 20.000 Euro (2. Platz) und 10.000 Euro (3. Platz). Die Preisverleihung findet im Rahmen des Kongresses „Betriebliches GesundheitsManagement“ am 15. Oktober 2019 in Bonn statt.

Rahmenbedingungen
Die Basis für die Förderung der eingereichten Projekte stellt der aktuelle Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes dar. Bitte beachten Sie hierzu insbesondere „Kapitel 6: Betriebliche Gesundheitsförderung“.

Die Initiatoren des Förderpreises
MCC steht seit über zweiundzwanzig Jahren für professionelles Veranstaltungsmanagement. MCC konzipiert, organisiert und führt Veranstaltungen in unternehmerischer Eigenregie wie auch für andere Unternehmen durch. MCC steht für langjährige Erfahrung, besondere Kreativität und ausgeprägte Leistungsbereitschaft.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,7 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Bundesweit unterstützt sie Unternehmen dabei, sich vorausschauend für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren.

Lassen Sie uns gemeinsam hinsehen. Der DAK-Gesundheit Gesundheitsreport 2019 zum Thema „Sucht 4.0 ­– Trinken, Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt“ verdeutlicht die Probleme und Herausforderungen, die rund um das Thema Sucht entstehen.  Sucht hat viele Facetten und viel zu oft wurden Abhängigkeiten – auch im Job – tabuisiert. Doch es ist wichtig, bei ersten Anzeichen zu handeln.

Die DAK-Gesundheit unterstützt Unternehmen als starker Partner dabei, das sensible Thema Süchte in der Arbeitswelt aktiv und empathisch anzugehen:

  • DAK-Gaming-Coach „Die Retter der Zukunft“
  • Ausbildung zum Suchtberater
  • Azubi-Programm Medienkompetenz
  • Führungskräfteseminare „Umgang mit süchtigen Mitarbeitern“